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<title>Marinus van der Lubbe</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Marinus van der Lubbe</span></h1>
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<p><b>Marinus van der Lubbe</b> (* <a href="13._Januar" title="13. Januar">13. Januar</a> <a href="1909" title="1909">1909</a> in <a href="Leiden_(Stadt)" title="Leiden (Stadt)">Leiden</a>, <a href="Niederlande" title="Niederlande">Niederlande</a>; † <a href="10._Januar" title="10. Januar">10. Januar</a> <a href="1934" title="1934">1934</a> in <a href="Leipzig" title="Leipzig">Leipzig</a>) war ein <a href="Politische_Linke" title="Politische Linke">politisch links</a> orientierter niederländischer Arbeiter, der am 27.&nbsp;Februar 1933 im brennenden <a href="Reichstagsgeb%C3%A4ude" title="Reichstagsgebäude">Reichstagsgebäude</a> in Berlin festgenommen wurde. Vor der Polizei legte er ein Geständnis über die Brandstiftung ab, in dem er angab, der alleinige Brandstifter gewesen zu sein. Dies wiederholte er auch als einer der Angeklagten im <a href="Reichstagsbrandprozess" class="mw-redirect" title="Reichstagsbrandprozess">Reichstagsbrandprozess</a>, der im September 1933 begann. Am 23.&nbsp;Dezember 1933 wurde van der Lubbe auf der Basis eines <a href="Lex_van_der_Lubbe" title="Lex van der Lubbe">nach der Tat erlassenen, rückwirkenden Gesetzes</a> wegen „<a href="Hochverrat" title="Hochverrat">Hochverrats</a> in <a href="Tateinheit" title="Tateinheit">Tateinheit</a> mit vorsätzlicher <a href="Brandstiftung" title="Brandstiftung">Brandstiftung</a>“<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> durch das <a href="Reichsgericht" title="Reichsgericht">Reichsgericht</a> in Leipzig zum Tode verurteilt; das Urteil wurde knapp drei Wochen später vollstreckt. Von 1967 bis 1983 wurde das Urteil von bundesdeutschen Gerichten mehrmals abgemildert, für ungültig erklärt oder in veränderter Form wieder bestätigt. Im Dezember 2007 wurde es auf der Grundlage des <a href="Gesetz_zur_Aufhebung_nationalsozialistischer_Unrechtsurteile_in_der_Strafrechtspflege" class="mw-redirect" title="Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege">Gesetzes zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege</a> von 1998 endgültig aufgehoben.
</p><p>Die <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialisten</a> nutzten den <a href="Reichstagsbrand" title="Reichstagsbrand">Reichstagsbrand</a> als Vorwand, um mit der <a href="Verordnung_des_Reichspr%C3%A4sidenten_zum_Schutz_von_Volk_und_Staat" title="Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat">Reichstagsbrandverordnung</a> und der <a href="Lex_van_der_Lubbe" title="Lex van der Lubbe">Lex van der Lubbe</a> gegen Anhänger von <a href="Kommunistische_Partei_Deutschlands" title="Kommunistische Partei Deutschlands">KPD</a> und <a href="Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands" title="Sozialdemokratische Partei Deutschlands">SPD</a> vorgehen zu können. Im Reichstagsbrandprozess wurden auch vier weitere Personen angeklagt, aber aus Mangel an Beweisen freigesprochen.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Jugend_und_politische_Tätigkeit"><span id="Jugend_und_politische_T.C3.A4tigkeit"></span>Jugend und politische Tätigkeit</h2></div>
<p>Marinus van der Lubbe wurde am 13. Januar 1909 in Leiden geboren und wuchs mit zwei Brüdern in einer sehr armen Familie auf. Der Vater Franciscus Cornelis van der Lubbe war reisender Kaufmann, verließ die Familie nach einigen Jahren und verlor daraufhin das Sorgerecht. Die Mutter Petronella van Handel starb 1921, als van der Lubbe zwölf Jahre alt war. Anschließend lebte er sechs Jahre in der Familie seiner älteren Halbschwester in <a href="Oegstgeest" title="Oegstgeest">Oegstgeest</a>. 1924 begann er in Leiden eine Ausbildung als Maurer. Wegen seiner körperlichen Stärke wurde er von Freunden <a href="Jack_Dempsey" title="Jack Dempsey">„Dempsey“</a> genannt. 1925 erlitt van der Lubbe einen schweren Arbeitsunfall, während der Arbeit bekam er <a href="Calciumoxid" title="Calciumoxid">ungelöschten Kalk</a> in seine Augen. Trotz Operation wurde seine Sehstärke stark beeinträchtigt. Er war beinahe erblindet und danach dauerhaft arbeitsunfähig.<sup id="cite_ref-lemo-biogr_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-lemo-biogr-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Van der Lubbe bezog eine Invaliditätsrente von wöchentlich 7,44 Gulden. Weil das zu wenig zum Leben war, musste er sich mit Gelegenheitsjobs etwas dazuverdienen. So half er unter anderem bei der Blumenzwiebelzucht aus, arbeitete als Laufbursche und in der Leidener Bahnhofsgaststätte.
</p><p>1925/1926 wurde van der Lubbe Mitglied der Jugendorganisation der <a href="Communistische_Partij_van_Nederland" title="Communistische Partij van Nederland">Kommunistischen Partei Hollands</a> (CPH). Er organisierte Vorträge und Treffen für die Parteijugend. In dieser Zeit kam es zu Auseinandersetzungen zwischen van der Lubbe und den verschiedenen Behörden. 1930 warf er die Scheiben in der Sozialbehörde ein und erhielt dafür zwei Wochen Arrest. Er begann, die Arbeit der CPH zu kritisieren, die ihm nicht radikal genug war.
</p><p>1931 plante er mit einem Freund eine Reise durch Europa, die er dann allein antrat. Im April 1931 hielt er sich einige Wochen in Berlin auf und soll hier ohne Erfolg ein Einreisevisum für die <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> beantragt haben. In die Niederlande kehrte van der Lubbe zu Fuß zurück, in <a href="Gronau_(Westf.)" title="Gronau (Westf.)">Gronau</a> verbüßte er wegen „unerlaubten Hausierens“ eine zweiwöchige Haftstrafe. Im Herbst des gleichen Jahres unternahm er eine Reise nach <a href="Budapest" title="Budapest">Budapest</a>, im Frühjahr 1932 eine weitere, die ihn zunächst wieder dorthin, dann in die <a href="Tschechoslowakei" title="Tschechoslowakei">Tschechoslowakei</a> und schließlich nach <a href="Polen" title="Polen">Polen</a> führte, wo er angeblich versuchte, die Grenze zur Sowjetunion zu überschreiten. Am 12. Juni 1932 wurde van der Lubbe in <a href="Utrecht" title="Utrecht">Utrecht</a> festgenommen. Er war während seiner Abwesenheit von einem Gericht zu einer Gefängnishaft von drei Monaten verurteilt worden, weil er in einem Wohlfahrtsamt eine Scheibe zerstört hatte. Im Herbst 1932 verschlimmerte sich van der Lubbes Augenleiden; er hielt sich deshalb mehrmals – zuletzt bis zum 28. Januar 1933 – in der Universitätsklinik Leiden auf.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seine Sehkraft betrug im Januar 1933 15 Prozent im linken Auge und 20 Prozent im rechten.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Januar 1933 erkrankt van der Lubbe an unheilbarer Augentuberkulose.<sup id="cite_ref-lemo-biogr_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-lemo-biogr-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach dem Bruch mit der CPH schloss sich van der Lubbe der <a href="R%C3%A4tekommunismus" title="Rätekommunismus">rätekommunistisch</a> orientierten <a href="Groepen_van_Internationale_Communisten" title="Groepen van Internationale Communisten">Gruppe Internationaler Kommunisten</a> (GIC) an, einem Zerfallsprodukt des 1926 eingegangenen niederländischen <a href="Kommunistische_Arbeiterpartei_Deutschlands" title="Kommunistische Arbeiterpartei Deutschlands">KAPD</a>-Ablegers KAPN. Sein ehemaliger Mitbewohner und Freund, der Student und GIC-Ideologe Piet van Albada, gab später an, van der Lubbe habe die CPH nunmehr „bekämpft“.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Van der Lubbe begann, unter den Arbeitslosen in Leiden zu agitieren, und setzte sich für ihre Selbstorganisation ein. Darüber ergaben sich weitere Gefängnisstrafen für ihn.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Reichstagsbrand,_Prozess_und_Hinrichtung"><span id="Reichstagsbrand.2C_Prozess_und_Hinrichtung"></span>Reichstagsbrand, Prozess und Hinrichtung</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Reichstagsbrand" title="Reichstagsbrand">Reichstagsbrand</a></i></div>
<p>Im Februar 1933 wurde van der Lubbe von „deutschen Freunden“ nach Berlin eingeladen. Nach Aussage seiner Vermieterin wurde er am 12. Februar von einem Deutschen aufgesucht; sein Bruder Jan fand eine mit „Fritz“ unterzeichnete Postkarte mit einschlägigem Inhalt. Einem Mitglied der GIC gegenüber, so Jan van der Lubbe, habe Marinus van der Lubbe seine Absicht, nach Berlin zu gehen, damit begründet, dass dort „wichtige Dinge passierten“. Er habe zudem gesagt, „dass in Berlin die Kameraden warteten und ihn zu dringender illegaler Arbeit brauchten“.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 18. Februar 1933 traf van der Lubbe in Berlin ein, wo er in einem Männerheim in der <a href="Alexandrinenstra%C3%9Fe_(Berlin)" title="Alexandrinenstraße (Berlin)">Alexandrinenstraße</a> unterkam. Seine Aktivitäten während der folgenden neun Tage konnten bislang nur sehr lückenhaft rekonstruiert werden. Sicher scheint, dass van der Lubbe ihm bekannte Personen oder Kontaktadressen aufsuchte, die ihm von einem GIC-Mitglied ausgehändigt worden waren. Diese Verbindungen van der Lubbes wurden von den Ermittlern später gezielt aus dem Verfahren herausgehalten.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Über van der Lubbes Auftreten in Berlin existiert eine Aufzeichnung des <a href="Kommunistische_Arbeiter-Union_Deutschlands" title="Kommunistische Arbeiter-Union Deutschlands">KAU</a>-Aktivisten <a href="Alfred_Weiland" title="Alfred Weiland">Alfred Weiland</a> aus dem Jahr 1967:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Ich forderte meine Freunde auf, sich noch am selben Tage [23. Februar] mit van der Lubbe zu treffen, um zu erfahren, was er wollte. (…) Van der Lubbe schlug vor, eine revolutionäre Aktion als Fanal zu starten, da er dafür bereits mehrere Gruppen zur tatkräftigen Unterstützung gefunden hatte. (…) Ich sagte meinen Freunden, dass van der Lubbe wahrscheinlich von jemandem aufgehetzt worden sei. Ich wusste, dass die Kommunisten in jener Zeit alle Mitglieder zu strengster Ruhe aufgefordert hatten. So lauteten auch unsere Direktiven. Wir bereiteten uns alle auf die Illegalität vor. Um genauer zu erfahren, was van der Lubbe plante, und da wir übereinstimmend der Meinung waren, dass an der ganzen Sache etwas nicht stimmte, sollte ich den Mann unter bester Absicherung persönlich sprechen (…). Van der Lubbe erschien [am 25. Februar gegen 21 Uhr in der Berliner Straße in <a href="Berlin-Neuk%C3%B6lln" title="Berlin-Neukölln">Neukölln</a>] aufgeregt und begann sofort, uns eine <a href="Direkte_Aktion" title="Direkte Aktion">direkte Aktion</a> vorzuschlagen. (…) Da ich wusste, dass Hitler gerade auf diese Art Aktionen gewartet hatte, um seine Drohungen gegen die Arbeiterbewegung wahrzumachen, konnte ich mich nicht zurückhalten und sagte van der Lubbe wörtlich: ,Du bist Provokateuren aufgesessen.‘ Darauf bin ich sofort weggegangen.“<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Relativ gut belegt ist, dass sich van der Lubbe wiederholt im <a href="Berlin-Neuk%C3%B6lln" title="Berlin-Neukölln">Neuköllner</a> Erwerbslosenmilieu bewegte. Dabei hatte er nachweislich Kontakt zu Personen, von denen inzwischen bekannt ist, dass sie als Spitzel bzw. <a href="Agent_Provocateur" title="Agent Provocateur">Agents Provocateurs</a> der <a href="Preu%C3%9Fische_Geheimpolizei" title="Preußische Geheimpolizei">Politischen Polizei</a> agierten – so zu einem Willi Hintze, der am 24. Februar die Gäste eines <a href="Kommunistische_Partei_Deutschlands" title="Kommunistische Partei Deutschlands">KPD</a>-<a href="Verkehrslokal" title="Verkehrslokal">Verkehrslokals</a> zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen Beamte des Neuköllner Wohlfahrtsamtes aufforderte und zu diesem Zweck auch Waffen anbot.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach eigenen Angaben beging van der Lubbe am Abend des 25. Februar drei kleinere Brandstiftungen: Am Wohlfahrtsamt Neukölln (gegen 18.30 Uhr), am Berliner <a href="Rotes_Rathaus" title="Rotes Rathaus">Rathaus</a> (gegen 19.15 Uhr) und am <a href="Berliner_Stadtschloss" class="mw-redirect" title="Berliner Stadtschloss">Berliner Schloss</a> (gegen 20 Uhr). Am 26. Februar verließ er das Männerheim in der Alexandrinenstraße und begab sich nach <a href="Bezirk_Spandau" title="Bezirk Spandau">Spandau</a>. Die Nacht zum 27. Februar verbrachte er im Polizeiasyl von <a href="Hennigsdorf" title="Hennigsdorf">Hennigsdorf</a>, einem kleinen Raum mit vier Schlafplätzen direkt im örtlichen Polizeirevier. Dort hielt sich in dieser Nacht eine weitere Person auf, deren Identität und Rolle später hinterfragt wurden.
</p><p>Nach eigenen Angaben legte van der Lubbe am 27. Februar den Weg von Hennigsdorf ins Berliner Stadtzentrum zu Fuß zurück. Über seine Aktivitäten an diesem Tag gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Van der Lubbe gab in seiner Vernehmung an, nach Anbruch der Dunkelheit auf einen kleinen Balkon rechts von der großen Freitreppe des Reichstagsgebäudes geklettert zu sein, die Doppeltür zum Restaurant eingetreten zu haben und mithilfe von vier Packungen Kohlenanzündern mehrere Brandherde im Gebäude gesetzt zu haben.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zwischen 21.20 Uhr und 21.25 Uhr wurde er von dem Polizeiwachtmeister Helmut Poeschel im Bismarcksaal angetroffen und ließ sich widerstandslos festnehmen.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Van der Lubbe wurde der <a href="Brandstiftung" title="Brandstiftung">Brandstiftung</a> beschuldigt, welche er in den darauf folgenden Verhören auch zugab. Zur Aufklärung des Reichstagsbrandes setzte <a href="Hermann_G%C3%B6ring" title="Hermann Göring">Hermann Göring</a> eine Sonderkommission ein, die von <a href="Rudolf_Braschwitz" title="Rudolf Braschwitz">Rudolf Braschwitz</a> geleitet wurde. Dem insgesamt vierköpfigen Gremium gehörte neben <a href="Reinhold_Heller_(SS-Mitglied)" title="Reinhold Heller (SS-Mitglied)">Reinhold Heller</a> auch der Kriminalbeamte <a href="Helmut_Heisig" title="Helmut Heisig">Helmut Heisig</a> an, der van der Lubbe wenige Stunden nach dem Brand als Erster verhörte. Am 9.&nbsp;März wurde gegen van der Lubbe und den damaligen Vorsitzenden der Reichstagsfraktion der KPD <a href="Ernst_Torgler" title="Ernst Torgler">Ernst Torgler</a> sowie die drei bulgarischen Kommunisten <a href="Georgi_Dimitroff" title="Georgi Dimitroff">Georgi Dimitrow</a>, <a href="Blagoi_Popow" title="Blagoi Popow">Blagoi Popow</a> und <a href="Wassil_Tanew" title="Wassil Tanew">Wassil Tanew</a> Anklage erhoben.
</p><p>Der Prozess vor dem <a href="IV._Strafsenat_des_Reichsgerichts" title="IV. Strafsenat des Reichsgerichts">4. Strafsenat des Reichsgerichts</a> in <a href="Leipzig" title="Leipzig">Leipzig</a> begann am 21. September 1933. Zahlreiche journalistische und juristische Prozessbeobachter bezeugten seither, dass van der Lubbe –&nbsp;den seine Vernehmer im Frühjahr 1933 noch als lebhaft, sehr gesprächig und „fixen Jungen“<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> beschrieben hatten&nbsp;– im Gerichtssaal von Anfang an völlig apathisch auftrat. Er sprach grundsätzlich sehr leise, auf an ihn gerichtete Fragen reagierte er meist nur mit einem knappen Ja oder Nein. Während des Prozesses beschleunigte sich van der Lubbes geistiger und körperlicher Verfall noch. Er saß oder stand meist vornübergebeugt, starrte auf den Boden und schien sogar außerstande zu sein, sich die Nase zu putzen. Er war blass, mitunter ging seine „Gesichtsfarbe schon leicht ins Grüne“.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zuletzt erschien sein zuvor auffällig abgemagertes Gesicht plötzlich stark aufgedunsen, während der Schlussplädoyers und der Urteilsverkündung schlief er ein. Die Ursache für diese Entwicklung van der Lubbes ist ungeklärt. Vermutet wurde unter anderem, dass er mit <a href="Brom" title="Brom">Brom</a> vergiftet, <a href="Hypnose" title="Hypnose">hypnotisiert</a> oder unter <a href="Droge" title="Droge">Drogen</a> gesetzt worden sein könnte. Lediglich zweimal – am 37. und 42. Verhandlungstag – „erwachte“ van der Lubbe kurzzeitig aus seinem Dämmerzustand, woraufhin Senatspräsident <a href="Wilhelm_B%C3%BCnger" title="Wilhelm Bünger">Wilhelm Bünger</a> die Verhandlung unterbrach bzw. vorzeitig beendete.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Namen der für die Betreuung van der Lubbes verantwortlichen Ärzte, auf deren Tätigkeit der Assistent des psychiatrischen Gutachters <a href="Karl_Bonhoeffer" title="Karl Bonhoeffer">Karl Bonhoeffer</a> 1966 verwies, sind bis heute unbekannt.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Trotz seines schlechten physischen und psychischen Gesundheitszustandes wurde van der Lubbe am 23.&nbsp;Dezember 1933 wegen „<a href="Hochverrat" title="Hochverrat">Hochverrats</a> in Tateinheit mit vorsätzlicher <a href="Brandstiftung" title="Brandstiftung">Brandstiftung</a>“ <a href="Todesstrafe" title="Todesstrafe">zum Tode verurteilt</a>. Die Mitangeklagten wurden mangels Beweisen <a href="Freispruch" title="Freispruch">freigesprochen</a>, jedoch zunächst zur „<a href="Schutzhaft" title="Schutzhaft">Schutzhaft</a>“ in ein <a href="Konzentrationslager" title="Konzentrationslager">Konzentrationslager</a> eingeliefert. Das Todesurteil gegen van der Lubbe wurde am 10. Januar 1934 in Leipzig durch den <a href="Scharfrichter" title="Scharfrichter">Henker</a> <a href="Alwin_Engelhardt" title="Alwin Engelhardt">Alwin Engelhardt</a> mit dem <a href="Guillotine" title="Guillotine">Fallbeil</a> vollstreckt. Van der Lubbe verzichtete sowohl auf priesterlichen Beistand als auch auf die Möglichkeit, einen Abschiedsbrief zu verfassen. Er wurde auf dem Leipziger <a href="S%C3%BCdfriedhof_(Leipzig)" title="Südfriedhof (Leipzig)">Südfriedhof</a> anonym beerdigt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Das_Verfahren_gegen_van_der_Lubbe_in_der_bundesdeutschen_Rechtsprechung_nach_1945">Das Verfahren gegen van der Lubbe in der bundesdeutschen Rechtsprechung nach 1945</h2></div>

<p>34 Jahre nach dem Reichstagsbrand wurde das Urteil 1967 vom <a href="Landgericht_Berlin" title="Landgericht Berlin">Landgericht Berlin</a> teilweise abgeändert und die Todesstrafe nachträglich zu einer <a href="Zuchthaus" title="Zuchthaus">Zuchthausstrafe</a> von acht Jahren ermäßigt. Sowohl die Generalstaatsanwaltschaft als auch der Bruder Jan van der Lubbe legten hiergegen Beschwerde beim <a href="Kammergericht" title="Kammergericht">Kammergericht</a> Berlin ein. Beide Beschwerden wurden vom 1.&nbsp;Strafsenat des Kammergerichts Berlin am 17. Mai 1968 verworfen. Nach Ansicht des Kammergerichts entfalle „jeder darauf gegründete Verdacht, dass die tatsächlichen Feststellungen im Urteil des Reichsgerichts vom 23. Dezember 1933 aus politischen Gründen unter Verletzung rechtsstaatlicher Grundsätze getroffen worden sind“.
</p><p>Ein weiterer Wiederaufnahmeantrag von van der Lubbes Bruder Jan, vertreten durch <a href="Robert_Kempner" title="Robert Kempner">Robert Kempner</a>, den ehemaligen Mitankläger bei den <a href="N%C3%BCrnberger_Prozesse" title="Nürnberger Prozesse">Nürnberger Prozessen</a>, hatte Erfolg. Im Jahre 1980 wurde das Reichsgerichtsurteil durch Beschluss des Landgerichts Berlin vollständig aufgehoben und van der Lubbe freigesprochen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auf Beschwerde der Staatsanwaltschaft hob das Kammergericht diesen Beschluss des Landgerichts Berlin wieder auf,<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sodass es bei der teilweisen Aufhebung von 1967 blieb. Der Fall beschäftigte mehrmals den <a href="Bundesgerichtshof" title="Bundesgerichtshof">Bundesgerichtshof</a>, der 1983 entschied, dass eine weitere Wiederaufnahme des Verfahrens unzulässig sei und der damalige Beschluss aus dem Jahre 1967 damit Bestand habe.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 6. Dezember 2007 stellte die <a href="Generalbundesanwalt_beim_Bundesgerichtshof" class="mw-redirect" title="Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof">Bundesanwaltschaft</a> schließlich fest, „dass das Urteil gegen den im ‚Reichstagsbrandprozess’ verurteilten Marinus van der Lubbe aufgehoben ist“. Grundlage für die Feststellung war das <a href="Gesetz_zur_Aufhebung_nationalsozialistischer_Unrechtsurteile_in_der_Strafrechtspflege" class="mw-redirect" title="Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege">NS-Unrechtsurteileaufhebungsgesetz</a> aus dem Jahre 1998, nach dem Urteile aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 von Amts wegen aufzuheben sind, wenn sie auf spezifischem nationalsozialistischen Unrecht beruhen.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schuldfrage">Schuldfrage</h2></div>
<p>Bereits kurze Zeit nach der Verhaftung van der Lubbes gab es Zweifel an seiner tatsächlichen Schuld. Sein geistig verwirrtes Auftreten im Prozess ließ Zweifel aufkommen, ob er denn wirklich in der Lage gewesen sei, allein das Parlamentsgebäude anzuzünden, und ob demnach sein Geständnis glaubhaft sein könne. Darüber hinaus wurde auch seine Schuldfähigkeit bezweifelt. Vielfach wurde vermutet, dass man ihn zum Prozess absichtlich unter Drogen gesetzt habe.
</p><p>Auf Kritik stieß auch, dass die Grundlage für das Todesurteil die erst nach der Tat in Kraft getretene <a href="Verordnung_des_Reichspr%C3%A4sidenten_zum_Schutz_von_Volk_und_Staat" title="Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat">Reichstagsbrandverordnung</a> und die sogenannte <a href="Lex_van_der_Lubbe" title="Lex van der Lubbe">Lex van der Lubbe</a> waren. Die mit der Reichstagsbrandverordnung eingeführte Todesstrafe für Fälle schwerer Brandstiftung war zum Tatzeitpunkt im Deutschen Reich für dieses Vergehen nicht vorgesehen. Die nachträgliche Geltendmachung mit dem „Lex Lubbe“ genannten Gesetz über Verhängung und Vollzug der Todesstrafe vom 29. März 1933 widersprach auch der Weimarer Verfassung, denn der Gesetzgeber – die Reichsregierung unter Führung Adolf Hitlers – und das Gericht verstießen gegen das Verbot rückwirkender Gesetze (<a href="Nulla_poena_sine_lege" title="Nulla poena sine lege">nulla poena sine lege</a>), das seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland ein fester Bestandteil des <a href="Rechtsstaat" title="Rechtsstaat">Rechtsstaates</a> war.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Nationalsozialisten nahmen van der Lubbes Anwesenheit im brennenden Reichstag als Anlass für eine brutale Verfolgung ihrer Gegner. Schon kurz nach dem Brand setzte eine Welle von Verhaftungen ein, von der etwa 1500 Menschen&nbsp;– insbesondere Kommunisten&nbsp;– betroffen waren. Mit großem Propagandaaufwand wurde die Tat der <a href="Kommunistische_Partei_Deutschlands" title="Kommunistische Partei Deutschlands">KPD</a> angelastet. Hitler nutzte die Gelegenheit, mit der Reichstagsbrandverordnung diejenigen Verfassungsartikel außer Kraft zu setzen, die bürgerliche Freiheiten garantierten. Diese Verordnung lieferte bis 1945 formal die Rechtsgrundlage für viele Maßnahmen gegen Personen und Vereinigungen, welche das nationalsozialistische Regime als Gegner einschätzte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Politische_und_geschichtswissenschaftliche_Auseinandersetzungen">Politische und geschichtswissenschaftliche Auseinandersetzungen</h2></div>
<p>Ebenfalls unmittelbar nach der Tat setzte ein Streit über die Beweggründe und die politische Motivation van der Lubbes ein. Van der Lubbe selbst meinte in seinem umstrittenen Geständnis hierzu, dass er die Tat ganz allein unternommen habe, um die „deutsche Arbeiterschaft zum Widerstand gegen die kapitalistische Herrschaft und die faschistische Machtergreifung aufzurufen“.
</p><p>Die Nationalsozialisten sahen in van der Lubbe vor allem den Kommunisten, der quasi nur zufällig Niederländer war. Sie benutzten den Reichstagsbrand als Vorwand, um gegen die deutschen Kommunisten vorgehen zu können.
</p><p>Die deutschen Kommunisten ihrerseits distanzierten sich von van der Lubbe. Zwei Monate nach dem Reichstagsbrand brachten führende Mitglieder der KPD das „<a href="Braunbuch" title="Braunbuch">Braunbuch</a>“ heraus, das in 17 Sprachen übersetzt wurde. Es befasst sich mit den Gräueltaten der Nazis, enthielt aber auch eine diffamierende <a href="Kampagne" title="Kampagne">Kampagne</a> gegen die niederländischen Rätekommunisten. So wurde wahrheitswidrig behauptet, dass van der Lubbe im Auftrag oder zumindest nach Absprache mit den Nazis gehandelt habe, zudem wurde ihm vorgeworfen, ein „<a href="M%C3%A4nnliche_Prostitution" title="Männliche Prostitution">Lustknabe</a>“<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und ein <a href="Geschichte_des_Antisemitismus_bis_1945" title="Geschichte des Antisemitismus bis 1945">Antisemit</a> zu sein. Zudem wurde bestritten, dass van der Lubbe überhaupt politische Ziele mit seiner Tat verfolgt habe. Inhaltlich kritisierten die Kommunisten vor allem, dass die Tat zu wenig durchdacht gewesen sei und unmöglich zu einer Mobilisierung der Massen führen konnte. Im Gegenteil reduzierte sie die Möglichkeit für politischen Widerstand auf Null.
</p><p>Als Reaktion auf das „Braunbuch“ erschien ebenfalls 1933 das „Roodboek“ (Rotbuch) in Amsterdam. Es wurde vom <i>Internationale van der Lubbe Komitee</i> herausgegeben, einer Organisation niederländischer Rätekommunisten und Anarchisten. Diese warfen darin der <a href="Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands" title="Sozialdemokratische Partei Deutschlands">SPD</a> und KPD vor, wegen ihrer Unfähigkeit, den Reichstagsbrand konstruktiv zu nutzen, und ihrer Distanzierung von van der Lubbe, „Verrat an der Arbeiterklasse“ begangen zu haben. Zugleich sollte mit Briefen und Tagebuchaufzeichnungen der politische Hintergrund der Tat verdeutlicht werden.
</p><p>1959 veröffentlichte <a href="Fritz_Tobias" title="Fritz Tobias">Fritz Tobias</a> in einer Artikelserie im <a href="Der_Spiegel" title="Der Spiegel"><i>Spiegel</i></a> die These, wonach Marinus van der Lubbe den Reichstag alleine und ohne Mittäter angezündet habe. Die „Alleintäter-These“, die Tobias 1962 in Form eines umfangreichen Buches bekräftigte, wurde allerdings im Jahre 1966 durch den Schweizer Geschichtsprofessor <a href="Walther_Hofer" title="Walther Hofer">Walther Hofer</a> und das sogenannte Luxemburger Komitee bestritten. Seitdem schwelt in der Geschichtswissenschaft eine (zeitweise sehr erbittert geführte) Kontroverse um die Urheberschaft der Reichstagsbrandstiftung. Eine Mehrheit der Historiker folgt dabei&nbsp;– bei unterschiedlicher Gewichtung der Rolle der Nationalsozialisten&nbsp;– der „Alleintäter-These“, eine Minderheit&nbsp;– darunter <a href="Alexander_Bahar" title="Alexander Bahar">Alexander Bahar</a> und <a href="Wilfried_Kugel" title="Wilfried Kugel">Wilfried Kugel</a>&nbsp;– bestreitet diese und geht von einer Hauptschuld des NS-Regimes aus. Der Historiker <a href="Hermann_Graml" title="Hermann Graml">Hermann Graml</a> wiederum hat sowohl an der These der Alleintäterschaft als auch an der Meinung, die Nationalsozialisten seien die Täter gewesen, erhebliche Zweifel.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Debatte ist noch nicht beendet.
</p><p>2019 wurde ein Dokument entdeckt, das Zweifel an der Alleintäter-These untermauert: Das frühere SA-Mitglied <a href="Martin_Lennings" title="Martin Lennings">Hans-Martin Lennings</a> gab im Jahr 1955 eine eidesstattliche Versicherung ab, in der er erklärte, van der Lubbe zum Reichstag gefahren zu haben. Bereits bei der Ankunft hätten er und ein Kollege Brandgeruch und Rauchschwaden wahrgenommen. Daher protestierte Lennings nach eigener Aussage mit anderen gegen die Festnahme van der Lubbes. Das Amtsgericht Hannover bestätigte die Echtheit der Niederschrift.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Gedenken_und_Erinnerung">Gedenken und Erinnerung</h2></div>

<p>Vor allem in den Niederlanden wird an verschiedenen Plätzen an Marinus van der Lubbe erinnert. So beim Morspoort in <a href="Leiden_(Stadt)" title="Leiden (Stadt)">Leiden</a>. Hier steht ein Denkmal für Marinus van der Lubbe. Zwischen der Middelstegracht und der Uiterstegracht ist ein Neubaukomplex nach ihm benannt worden: der Van-Der-Lubbe-Hof. Er liegt einen Steinwurf von der Adresse entfernt, wo er kurze Zeit selbst wohnte. Am 27.&nbsp;Februar 2008, genau 75&nbsp;Jahre nach dem Reichstagsbrand, enthüllte seine Heimatstadt Leiden im Van-der-Lubbe-Hof ein lebensgroßes Foto von ihm, welches auf einer <a href="Email" title="Email">emaillierten</a> Platte gedruckt ist. Das Denkmal wurde von einer Initiative in Zusammenarbeit mit der Stadt Leiden realisiert und im Beisein von Elisabeth van der Lubbe, einer Nichte von Marinus van der Lubbe, enthüllt.
</p><p>Auf dem Südfriedhof in Leipzig befindet sich ein Gedenkstein. Der Stein wurde von den niederländischen Künstlern Ron Sluik und Reinier Kurpershoek gestaltet und am 13. Januar 1999 in Abteilung VIII des Leipziger Südfriedhofes aufgestellt. Auf ihm ist unter anderem ein Vers aus van der Lubbes Gedicht <i>Schönheit, Schönheit</i> zu lesen.
</p><p>Am 10. Januar 2024, dem 90. Todestag van der Lubbes, wurde eine Grabanlage auf dem Südfriedhof in Anwesenheit einiger Verwandter van der Lubbes eingeweiht. Sie besteht aus dem Stein von Sluik/Kurpershoek und einer Gedenktafel. Der Stein wurde um einige Meter versetzt und befindet sich nun genau über den sterblichen Überresten van der Lubbes.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Exhumierung_und_toxikologisches_Gutachten">Exhumierung und toxikologisches Gutachten</h2></div>
<p>Auf Betreiben der <a href="Paul-Benndorf-Gesellschaft" class="mw-redirect" title="Paul-Benndorf-Gesellschaft">Paul-Benndorf-Gesellschaft</a> zu Leipzig e.&nbsp;V., eines lokalen Vereins für <a href="Sepulkralkultur" title="Sepulkralkultur">Sepulkralkultur</a>, sowie mit umfassender Unterstützung durch Mitarbeitende des Südfriedhofes wurden die sterblichen Reste von Marinus van der Lubbe am 25. Januar 2023, 89 Jahre nach dessen Hinrichtung, exhumiert.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Gerichtsmediziner des Universitätsklinikums Leipzig verifizierten den Leichnam anhand durchtrennter Halswirbel passend zur Enthauptung durch Fallbeil. Mit modernen toxikologischen Analysen wurde der Leichnam auf Rückstände von Drogen (z.&nbsp;B. auf den Wirkstoff <a href="Scopolamin" title="Scopolamin">Scopolamin</a>) untersucht, um die These der <a href="Bet%C3%A4ubung" class="mw-redirect" title="Betäubung">Betäubung</a> des Angeklagten während des Prozesses zu untersuchen. Nach der Untersuchung will der Verein den Gedenkstein neu platzieren. Das Ergebnis wurde im Juni 2023 veröffentlicht: Die Identität van der Lubbes wurde durch Abgleich des DNA-Profils mit dem eines Enkels von seinem Bruder bestätigt. Es ergaben sich keine Hinweise auf verabreichte Drogen.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Künstlerische_Rezeption"><span id="K.C3.BCnstlerische_Rezeption"></span>Künstlerische Rezeption</h2></div>
<p>Im Jahr 1934 schrieb der niederländische Schriftsteller <a href="Willem_Elsschot" title="Willem Elsschot">Willem Elsschot</a> ein Gedicht mit dem Titel <i>Van der Lubbe</i>. <a href="Bertolt_Brecht" title="Bertolt Brecht">Bertolt Brecht</a> beschrieb 1941 in seinem allegorischen Theaterstück <i><a href="Der_aufhaltsame_Aufstieg_des_Arturo_Ui" title="Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui">Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui</a></i> einen Betrieb, in dem ein Angeklagter mit dem Namen <i>van Fish</i> auftritt – eine Anspielung auf van der Lubbe und den Reichstagsbrandprozess. In der <a href="Underground_Comix" title="Underground Comix">Underground-Comix</a>-Serie <i><a href="The_Fabulous_Furry_Freak_Brothers" title="The Fabulous Furry Freak Brothers">The Fabulous Furry Freak Brothers</a></i> von <a href="Gilbert_Shelton" title="Gilbert Shelton">Gilbert Shelton</a> tritt gelegentlich die <i>Marinus Van Der Lubbe international firebombing society</i> („Internationale Marinus-Van-der-Lubbe-Brandstifter-Gesellschaft“) auf, eine <a href="Persiflage" title="Persiflage">Persiflage</a> auf die <a href="Linksradikal" class="mw-redirect" title="Linksradikal">linksradikale</a> <a href="Militanz" title="Militanz">Militanz</a> der 1970er Jahre. Das Lied <i>Feurio!</i> aus dem Jahre 1989 von den <a href="Einst%C3%BCrzende_Neubauten" title="Einstürzende Neubauten">Einstürzenden Neubauten</a> auf dem Album <i>Haus Der Lüge</i> setzt sich mit dem Reichstagsbrand und Marinus van der Lubbe auseinander.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Horst_Karasek" title="Horst Karasek">Horst Karasek</a>: <i>Der Brandstifter. Lehr- und Wanderjahre des Maurergesellen Marinus van der Lubbe, der 1933 auszog, den Reichstag anzuzünden.</i> Wagenbach, Berlin 1980, ISBN 3-8031-2073-X (in diesem Buch werden erstmals Teile des 1933 erschienenen <i>Roodboek – Van der Lubbe en de Rijkdagsbrand</i> in deutscher Sprache veröffentlicht).</li>
<li>Martin Schouten: <cite style="font-style:italic">Marinus van der Lubbe – Eine Biografie</cite>. Neue Kritik, Frankfurt 1999, ISBN 3-8015-0332-1 (niederländisch: <cite class="lang" lang="nl" dir="auto" style="font-style:italic">Rinus van der Lubbe, 1909-1934</cite>. Amsterdam 1986. Übersetzt von Helga Marx und Rosie Wiegmann, Hinweis auf die Rezension von Marlis Jost in der Wochenzeitung <i><a href="Die_Zeit" title="Die Zeit">Die Zeit</a></i> vom 9. Dezember 1999 laut dem Kulturmagazin <a href="Perlentaucher" title="Perlentaucher">Perlentaucher</a>.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Marinus+van+der+Lubbe&amp;rft.au=Martin+Schouten&amp;rft.btitle=Marinus+van+der+Lubbe+-+Eine+Biografie&amp;rft.date=1999&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3801503321&amp;rft.place=Frankfurt&amp;rft.pub=Neue+Kritik" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Josh van Soer (Hrsg.): <i>Marinus van der Lubbe und der Reichstagsbrand.</i> Edition Nautilus, Hamburg 1983, ISBN 3-921523-68-0. Erste deutsche Ausgabe des 1933 erschienenen Rotbuches: <i>Roodboek – Van der Lubbe en de Rijkdagsbrand.</i> Hrsg. Internationaal van der Lubbe Comité, Amsterdam<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><br> Neuauflage unter dem Titel: <i>Marinus von der Lubbe und der Reichstagsbrand – das Rotbuch.</i> Nautilus, Hamburg 2013, ISBN 978-3-89401-776-7.</li>
<li><a href="Anson_Rabinbach" title="Anson Rabinbach">Anson Rabinbach</a>: <i>Van der Lubbe – ein Lustknabe Röhms? Die politische Dramaturgie der Exilkampagne zum Reichstagsbrand.</i> In: <a href="Susanne_zur_Nieden" title="Susanne zur Nieden">Susanne zur Nieden</a> (Hrsg.): <i>Homosexualität und Staatsräson. Männlichkeit, Homophobie und Politik in Deutschland 1900–1945.</i> Campus, Frankfurt am Main/New York 2005, ISBN 3-593-37749-7, S.&nbsp;193–213.</li></ul>
<p><b>Belletristische Annäherungen</b>
</p>
<ul><li><a href="Jef_Last" title="Jef Last">Jef Last</a>: <i>Kruisgang der Jeugd.</i> Rotterdam 1939. Neuauflage als <i>Linus van der Lubbe. Doodstraf voor een provo.</i> Einleitung Igor Cornelissen, Dinxperlo 1967 (politischer Roman, erstellt zusammen mit <a href="Harry_Schulze-Wilde" class="mw-redirect" title="Harry Schulze-Wilde">Harry Schulze-Wilde</a> basierend auf Material, das <a href="Theodor_Plivier" class="mw-redirect" title="Theodor Plivier">Theodor Plivier</a> über Lubbe gesammelt hatte).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Marinus_van_der_Lubbe?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Marinus van der Lubbe</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=118574663">Literatur von und über Marinus van der Lubbe</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li>Levke Harders: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dhm.de/lemo/biografie/marinus-lubbe"><span style="font-style:italic;">Marinus van der Lubbe.</span></a> Tabellarischer Lebenslauf im <a href="Lebendiges_Museum_Online" title="Lebendiges Museum Online">LeMO</a> (<a href="Deutsches_Historisches_Museum" title="Deutsches Historisches Museum">DHM</a> und <a href="Haus_der_Geschichte" title="Haus der Geschichte">HdG</a>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.wsws.org/de/articles/2004/01/lubb-j10.html">Lebenslauf und Prozessgeschichte</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://openjur.de/u/621967.html">Urteil des Reichsgerichts vom 23.12.1933 – XII H 42/33.</a> bei <a href="Openjur" title="Openjur">Openjur</a></span>
</li>
<li id="cite_note-lemo-biogr-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-lemo-biogr_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-lemo-biogr_2-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Levke Harders: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dhm.de/lemo/biografie/marinus-lubbe"><span style="font-style:italic;">Marinus van der Lubbe.</span></a> Tabellarischer Lebenslauf im <a href="Lebendiges_Museum_Online" title="Lebendiges Museum Online">LeMO</a> (<a href="Deutsches_Historisches_Museum" title="Deutsches Historisches Museum">DHM</a> und <a href="Haus_der_Geschichte" title="Haus der Geschichte">HdG</a>)</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander Bahar, Wilfried Kugel: <i>Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird.</i> edition q, Berlin 2001, ISBN 3-86124-513-2, S.&nbsp;425&nbsp;ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Benjamin_Carter_Hett" title="Benjamin Carter Hett">Benjamin Carter Hett</a>: <i>Der Reichstagsbrand. Wiederaufnahme eines Verfahrens.</i> Aus dem Englischen von Karin Hielscher. Rowohlt, Reinbek 2016, ISBN 978-3-498-03029-2, S.&nbsp;144.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander Bahar, Wilfried Kugel: <i>Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird.</i> edition q, Berlin 2001, ISBN 3-86124-513-2, S.&nbsp;437.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Josh van Soer (Hrsg.): <i>Marinus van der Lubbe und der Reichstagsbrand.</i> Edition Nautilus, Hamburg 1983, ISBN 3-921523-68-0, S.&nbsp;7–10.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Zitiert nach Alexander Bahar, Wilfried Kugel: <i>Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird.</i> edition q, Berlin 2001, ISBN 3-86124-513-2, S.&nbsp;441.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Kubina: <i>Von Utopie, Widerstand und Kaltem Krieg. Das unzeitgemäße Leben des Berliner Rätekommunisten Alfred Weiland.</i> Lit, Münster/Hamburg/Berlin/London 2001, ISBN 3-8258-5361-6, S.&nbsp;118.<br> Alexander Bahar, Wilfried Kugel: <i>Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird.</i> edition q, Berlin 2001, ISBN 3-86124-513-2, S.&nbsp;461.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Zitiert nach: Alexander Bahar, Wilfried Kugel: <i>Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird.</i> edition q, Berlin 2001, ISBN 3-86124-513-2, S.&nbsp;444&nbsp;f.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander Bahar, Wilfried Kugel: <i>Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird.</i> edition q, Berlin 2001, ISBN 3-86124-513-2, S.&nbsp;447&nbsp;ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Nach einem Manuskript von Fritz Tobias: <cite style="font-style:italic">„Stehen Sie auf, van der Lubbe!“ Der Reichstagsbrand 1933 – Geschichte einer Legende</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Der_Spiegel" title="Der Spiegel">Der Spiegel</a></cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>44</span>, 1959 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42623065.html">online</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Marinus+van+der+Lubbe&amp;rft.atitle=%E2%80%9EStehen+Sie+auf%2C+van+der+Lubbe%21%E2%80%9C+Der+Reichstagsbrand+1933+-+Geschichte+einer+Legende&amp;rft.au=Nach+einem+Manuskript+von+Fritz+Tobias&amp;rft.date=1959&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issue=44&amp;rft.jtitle=Der+Spiegel" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander Bahar, Wilfried Kugel: <i>Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird.</i> edition q, Berlin 2001, ISBN 3-86124-513-2, S.&nbsp;90.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Zitiert nach Alexander Bahar, Wilfried Kugel: <i>Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird.</i> edition q, Berlin 2001, ISBN 3-86124-513-2, S.&nbsp;464.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Zitiert nach: Alexander Bahar, Wilfried Kugel: <i>Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird.</i> edition q, Berlin 2001, ISBN 3-86124-513-2, S.&nbsp;475.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander Bahar, Wilfried Kugel: <i>Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird.</i> edition q, Berlin 2001, ISBN 3-86124-513-2, S.&nbsp;480, 482, 485.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander Bahar, Wilfried Kugel: <i>Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird.</i> edition q, Berlin 2001, ISBN 3-86124-513-2, S.&nbsp;495.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Landgericht Berlin, Beschluss vom 15. Dezember 1980, 510 – 17/80, StV 1981, 140.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Kammergericht, Beschluss vom 21. April 1981, 4 Ws 53/81, NStZ 1981, 273.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Bundesgerichtshof, Beschluss vom 2. Mai 1983, 3 ARs 4/83 – StB 15/83, BGHSt 31, 365.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20190306043535/http://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?themenid=10&amp;newsid=298">Bundesanwaltschaft: Aufhebung des Urteils gegen Marinus van der Lubbe festgestellt.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 6. März 2019 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) generalbundesanwalt.de</span>
</li>
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